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Vater zuzuhören; was Freund Grigou betrifft, der will nicht immer bloß Zuhörer ſein, er will auch gern ſein Wort anbringen, doch denkt er, im Wagen mag er reden: drau⸗ ßen iſt an mir die Reihe.
Man kömmt in Belleville an. Der Kutſcher hält vor der Liebesinſel. Die Geſellſchaft ſteigt aus, ſchickt den Wa⸗ gen zurück, und geht einige Augenblicke auf der Dorfſtraße ſpatzieren, um ſich einen Geſellſchaftsort aufzuſuchen. Aber
* überall iſt es ſtill, nirgend Anſtalten zu einem Feſt, auch
nicht eine Pfefferkuchenbude zu finden. Die Mutter geht mit der Tochter ernſthaft auf und nieder, Alexander watet den Rinnſtein entlang, und iſt bemüht, ſich zu beſchmutzen, um doch etwas zu thun; der junge Künſtler ſucht verge⸗ bens einen maleriſchen Punkt in der großen Straße von Belleville, und Grigou ruft verdrießlich aus:„Sind das die Freuden auf dem Lande?“
Plötzlich ſagt Barbeau, die Geſellſchaft aufhaltend: „Aber, Kinder, ſeit einer Viertelſtunde laufen wir wie die Rarren umher, macht Euch denn das Vergnügen?“
„Nein, ganz und gar nicht.“— Mir auch nicht.— Mir auch nicht.—„Der Kutſcher iſt ein Eſel, hier iſt heute nichts los, aber wir brauchen ja nicht hier zu blei⸗ ben. Laßt uns das Dorf weiter hinauf gehen, nach dem Gehölz von Romainville, vielleicht, daß wir dort Geſell⸗ ſchaft finden.“
„Romainville!... ich liebe den Ort nicht,“ ſagt Gri⸗
gou,„ich wollte einmal da eine Kaſtanie..—„So


