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dieſer ganz natürlichen Frage ſieht ſich ein Jeder an, und Madame Barbeau wiederholt die Frage:„Nun, lieber Mann, wo fahren wir denn hin?“
„Den Teufel auch, ich weiß es ſelber nicht! Kutſcher, wo giebt's heut Geſellſchaft vor'm Thor?“ Der Kutſcher beſinnt ſich eine Weile:„Ei“ ſagt er,„heut iſt ja Ti⸗ voli...“—„Ach! das iſt nichts für uns, wir wollen auf's Land, auf ein Dorf, wo es munter hergeht.“—„Ach ſo, das iſt eine andere Sache... Wollen Sie nach Ba⸗ tignolle, zum Vater Latuille?“—„Vater Latuille kennen wir wohl, man ißt ſehr gut bei ihm, aber da iſt's noch nicht ländlich genug.“—„Ich glaube heut iſt Geſellſchaft in Belleville“—„Alſo nach Belleville. Vorwärts!“
„Aber,“ ſagt Grigou, indem er verſucht, etwas hinter Herrn Barbeau hervorzukommen,„in Belleville iſt's eben auch nicht ſehr ländlich, das iſt wie eine Vorſtadt von Paris, wir würden beſſer thun...“—„Da haben wir's, da ſeid Ihr ſchon wieder anderer Meinung, in Belleville ſoll's was geben, da geht's munter her.... Seid doch zu⸗ frieden, und bewegt Euch nicht ſo viel.“”“
Der kleine Mann erwiedert nichts weiter; er verſucht nur, mit der einen Hand das Taſchentuch hervorzuholen, um ſich den Schweiß abzutrocknen. Während der ganzen Fahrt erzählt Herr Barbeau die Abenteuer ſeines Freundes. 1 Man läßt ihn ſprechen, ohne ihn zu unterbrechen, die Familie iſt es ja ſo gewohnt. Der junge Maler wirft ſeine Blicke auf Leonore, indem er ſich den Schein giebt, dem.


