Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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genwart gequält, und für die Zukunft beunruhigt zu ſein, was that Herr Barbeau? Er ging den Morgen vom Hauſe fort, und verbrachte den Tag beim Domino⸗Spiel. Aber er iſt Jedermanns Freund geblieben; und das iſt für ihn die beſte Lobrede.

Madame Barbeau iſt ſo ruhig, als ihr Mann lebhaft iſt, und da die Extreme ſich berühren, ſo liegt hierin der Beweis, daß ſie für einander paſſen. Ihre Tochter hat das funfzehnte Jahr zurückgelegt, ſie iſt zurückhaltend und ſpricht wenig; ihr Sohn iſt 10 Jahr; er macht ſchon ſo viel Lärm wie ſein Papa. Da habt Ihr die ganze Famillie.

Den andern Morgen, es iſt Sonntag, ſind Mutter und Kinder ſeit 11 Uhr fertig gekleidet, aber es wird Mittag, und Herr Barbeau, welcher ſehr früh ausgegangen iſt und nur fünf Minuten fortbleiben wollte, wird noch vergebens erwartet

Der Genre⸗Maler hat den Damen ſeinen Beſuch ge⸗ macht; er bittet um die Erlaubniß, von der Parthie ſein zu dürfen; er hat zugleich die Abſicht, einige Gesenden auf⸗ zunehmen.

Aber die Zeit vergeht, und das Haupt der Familie kömmt immer noch nicht. Die Tochter ſieht nach der Uhr und ſeufzt, der Maler ſieht die Tochter an und ſeufzt, und der Knabe ſeine neuen Beinkleider und ſeufzt. Nur die Mutter bleibt bei guter Laune: nach zwanzigjähriger Ehe iſt man daran gewöhnt, ſeinen Mann zu erwarten.

Endlich, gegen zwei Uhr, kommt Herr Barbeau mit