Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ſellſchaft; unter andern Herr Bellefeuille, der junge Genre⸗ Maler, welcher den Romanhelden ſpielt, weil er glaubt, es kleide ihm, wenn er ſich ein Büſchel Haare unter der Un⸗ terlippe wachſen läßt. Man möge nun ſchulgemäß oder romanhaft ſein, das iſt mir ziemlich gleich, wenn man nur Geld verdient. Wenn er Leonoren liebt, nun wir wer⸗ den ja ſehen: ich ſage gerade nicht, daß ich ſie ihm geben werde, ich meine aber auch nicht, daß ich ſie ihm verwei⸗ gern will.... Da iſt noch Zeit dazu. Ich komme auf mein Plänchen für morgen zurück. Wir müſſen uns'mal ein Vergnügen machen; wir müſſen irgend wohin auf's Land, wo es'was giebt, wo getanzt wird. Es iſt eine wahre Luſt, eine ſolche Landparthie!... Du kennſt ſo etwas nicht, Du; Du willſt nie zum Thore hinaus; und ich ſollte doch meinen, daß die Einwohner von Paris we⸗ nigſtens die nächſte Umgegend kennen müßten; übrigens bis zum Weichbilde gehört ſie ja noch zur Stadt; da bekömmt man die Journale zu Mittag, ſtatt um 8 Uhr Morgens, und zahlt, ſtatt drei, vier Sols Brieſporto, das iſt der ganze Unterſchied; wir haben viel Leute von Verdienſt, Männer von Talent, wie Dichter, Maler, ſelbſt Buchhändler.... das heißt Buchhändler⸗Aelteſten, welche vor der Stadt wohnen, weil man da wohlfeiler lebt, man giebt einen Sols weniger für's Pfund Fleiſch. Du ſiehſt wohl ein, das macht ſchon was aus. Auf zweihundert Pfund Fleiſch des Jahrs ſpart man zehn Franken. Es iſt freilich wahr, man zahlt wieder fünf und zwanzig Franken mehr für den Wagen