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dringt und ihn zu verderben endet. Aus dieſem Geſichts⸗ punkt betrachtet, iſt es zu behaupten erlaubt, daß die Gleich⸗ gültigkeit der franzöſiſchen Nation für den Ruhm der gro⸗ ßen Bürger, deren Dienſte das Schaffot bezahlte, ſeinem wahren Ruhm mehr ſchadet, als die Verbrechen der Par⸗ theien, deren Spuren mit der zuckenden Bewegung, die ſie hervorbrachte, verſchwinden..
und dennoch iſt dieß ſtrafbare Vergeſſen, über das ich mich beklage, nicht Undank der Politik: hier wird meine Aufgabe ſchwerer; nicht mehr zu Gunſten der Todten er⸗ hebe ich meine Stimme, ich wende mich an die Intereſſen des Augenblicks, an die Leidenſchaften des Tages; ich rede für lebende Männer gegen den undank der Nation, deſſen Pfeile dieſe Männer um ſo ſchneller dem Mißgeſchicke preis⸗ geben, je mehr die Nation ſie augenblicklich erhob.
Es giebt Einen, gegen den die Parthei der Undankba⸗ ren am heftigſten erbittert iſt; er ſei auch der Erſte, den ich mit ſeinen Feinden in den Kampf treten laſſe: man ſieht, daß von Herrn Dupin die Rede iſt. Ich laſſe That⸗ ſachen ſprechen.
Von allen Freiheiten der Nation fand die, welche eine Herrſchaft ohne Treue, aber nicht ohne Vorſicht am meiſten fürchtete, die Freiheit der Preſſe, in Herrn Dupin ihren unermüdlichen Beſchützer. Die Schriftſteller des Pa⸗ triotismus, der dem bewilligenden Gouvernement am mei⸗ ſten feindſelig war, baten nie vergebens um ſeinen Bei⸗ ſtand: ich könnte zwanzig Schriften anführen, in denen die
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