Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
Entstehung
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ben. Ein Mann leider mußte es ein Fremder ſein hielt die Vertheidigungsrede dieſer jungen Heldin am Tage ihres Todes ſelbſt: Adam Lur, Deputirter von Mainz, ſchlug vor, ihr eine Statue mit der Inſchrift zu errich⸗ ten: Größer als Brutus. Er zahlte ſeinen großmü⸗ thigen Vorſchlag, der, als ſelbſt das Schweigen die Ent⸗ ſchuldigung der Furcht bannte, in Frankreich kein Echo fand, mit dem Tode.

Dieſelben Wolken der Gleichgültigkeit und des Vergeſ⸗ ſens, welche über das Grab der Charlotte Corday ſchwe⸗ ben, entziehen der öffentlichen Huldigung die berühmten Schatten:

der Philippine Bolard, welche ſich ſo großherzig für ihr Land und ihren Gatten opferte; die unter den Zügen einer jungen und ſchönen Frau die Seele des Sokrates zeigte;

der anderen Heldin ehelicher Liebe, der Frau von La⸗ fayette, vor der Voltaire kniete, wie vor der Gattin des Freun⸗ des von Washington; der Frau von Lafayette, die ſich le⸗ bend in den Kerkern von Olmütz begrub, wo ihr berühm⸗ ter Gatte fünf Jahre hindurch ſeine Ergebung für die Sache der Freiheit in zwei Welten büßte;

der Eliſabeth von Frankreich, die durch keine Gefahr, durch keine Drohung gezwungen werden konnte, ihr Schick⸗ ſal von dem ihres erhabenen Bruders zu trennen.

Nähern wir uns einem erſt kürzlich geſchloſſenen Grabe: hier ruht Manuel. Seinen Namen ausſprechend, habe