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leriſch iſt. Wir haben in unſeren engeren Vereinen, ſo zu ſagen die Erſtlinge eines Talentes hervorgerufen, das eines der Vergnügungen des Arſenals ausmacht. Vermöchte ich es auszudrücken, wie viel Freiheit und Mäßigung zugleich in dieſer Geſellſchaft herrſchte, in der ſich alle Schattirun⸗ gen der Politik, Litteratur und Kunſt begegneten; könnte ich die lebhaften und ſtets auffalienden Geſpräche widie holen, bei denen jede Sache mit Talent und Ueberred⸗ verhandelt wurde, ohne daß einer der Advokaten das Recht gehabt hätte, ſich über die Form der Verhandlung oder den Ausgang des Prozeſſes zu beklagen! Man ſieht Gegner bei Nodier, nie Feinde; die Partheien bewahren die Kraft ihrer Gründe, aber ſie legen, dort eintretend, die Bitterkeit und die Heftigkeit ihrer Logik ab; denn Charles iſt der Aus⸗ druck des Wohlwollens, und Niemand wird ſich erlauben, gegen einen der Gäſte des Arſenals beleidigend zu ſein, wenn Nodier verbindlich gegen alle iſt. Selbſt in der Zeit der größten Erbitterung, als es ſich um Leben oder Tod für Monarchie und Freiheit handelte, als die Kunſt neue Bahnen betrat und Schwärmerei in einige leidenſchaftliche Köpfe warf, waren die Vereine des Arſenals durch die Einigkeit merkwürdig, die ſtets unter allen Beſuchern die⸗ ſes Hauſes geherrſcht hat; und während Théodore Jouffroi und Soulier de Bordeaux, Victor Hugo und Ancelot, Alexander Dumas und Alexander Duval, Lamartine und Auger, Delaeroix und Alaux le Romain, Devéria und Gaſſies, Louis Boulanger und Thomas, und wer weiß wer


