H! was lag in dieſen Worten für die, welche ihr Schickſal kannten— Claudia ſank weinend neben dem Stuhle nieder, während Lach mit einem dumpfen Laut ſeine Hände vor ſeine Augen drückte.
„O Magda!“ rief die Gräfin Lacy—„und Du— und Du?“—„Ich erfülle auch mein Geſchick!“ ſagte Magda mit einem ſanften Lächeln—„ich bleibe bei dem Großvater!“
Sie richtete Egon's Kopf in die Höhe, ſtrich ihm die Locken von der Stirn und blickte ihn lange ſinnend an— dann ſagte ſie:„Ich wollte, ich könnte Dich zum Großvater mitnehmen, Egon! ich weiß, wo ich Deine Stirn geſehen habe— auch er würde es ſogleich wiſſen, und wenn zwei ein Geheimniß haben, kann's ſein, daß, wenn ſie zuſammentreffen, es ſich aufklärt.“
Ihr Auge traf auf Lach's Auge und Beide errötheten. Da ſtand ſie ſchnell auf und begehrte, ihre Reiſebefehle zu geben, und als Claudia ſie wegführte, wußte die Prinzeſſin die Haupt⸗ ſache, und als ſie den Grafen anſah und Beider Blicke ſich be⸗ gegneten, fühlte er, wie weit die Prinzeſſin einzudringen ſuchte, und er erhielt ſeine ganze Faſſung wieder. Er bot ihr den Arm und führte ſie zur Terraſſe und die Prinzeſſin verdeckte mit einem Lächeln ihr ſtürmiſch bewegtes Herz.
Ende des zweiten Theiles. „
Freund's Druckerei in Breslau.


