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Tagebücher der Kaſtellane, woraus die Chronik beſteht, und welche ſich noch vorfinden, ſagen darüber große Wunder.“
„Warum iſt dieſe Thüre mit dem eiſernen Balken
verwahrt?“ frug die junge Gräfin, der Thüre neben
dem Throne ſich nahend.
„Dies ſind die Geheimzimmer der Frau Königin Katharina,“ erwiederte zögernd der Kaſtellan;„ſie ſind auf Befehl der Herren Grafen von Crech immer auf dieſe Weiſe von den übrigen Gemächern getrennt ge⸗ weſen.“
„O, die möchte ich ſehen!“ rief Fennimor— „könnt Ihr ſie öffnen?“
„Das ſteht allerdings jedem Kaſtellane zu bewerk⸗ ſtelligen frei,“ ſprach der Alte, wenn es befohlen wird, aber ſie ſind voll böſer Luft, Euer Gnaden— auch wurden ſie auf Befehl weder gelüftet, noch vom Staube gereinigt— es iſt für eine ſo zarte gnädige Herrſchaft, wenn ich's zu ſagen mich unterſtehen dürfte, kein paſ⸗ ſender Aufenthalt.“
„O, doch, doch, guter Albans!“— rief die junge Gebieterin—„ich muß ſie ſehen, gerade ſie!— Nicht wahr, Leonin, Du willſt ſie auch ſehen?“
Dieſer fühlte wohl, der Alte habe etwas ganz
Beſonderes bei dieſen Zimmern auf dem Herzen, da er Ste. Roche. I. 24


