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die ſie umgaben, das Gefuͤhl gehabt, daß ihre Schoͤn⸗ heit wiederzukehren ſchien. Jetzt hatte der Stolz ihrer Dienerin die Wahrnehmung geſteigert. Das Zimmer war mit Orangenbaͤumen umſtellt, deren Bluͤthen die Luft mit ihrem Wohlgeruch erfuͤllten. In Mitte die⸗ ſes Hains ſtand in Moos und Blumen der offene Sarg, auf dem die wunderbare Schoͤnheit lag. Seit langen Jahren hatte Niemand mehr die Pracht ihres reichen blonden Haares geahndet— jetzt lag es von der Stirn geſcheitelt, vom Haupt bis uͤber die Knie nieder⸗ fließend, wie ein goldner Mantel von beiden Seiten die zarte Geſtalt umſchließend. Ein weißes ſeidnes fal⸗ tenreiches Gewand deckte den Koͤrper, und unter der Bruſt lagen die wunderſchoͤnen Haͤnde gefaltet, die nicht mehr die kleinen Gruͤbchen zeigten, die Frau von Mar⸗ ſeeven einſt bewundert, und an deren kleinem Finger der geheimnißvolle Ring der Frauen des Hauſes Caſambort fehlte, der bereits feierlich durch Herrn von Marſeeven an den, auch ihr wie Orla dazu verliehenen, Finger der armen Floripes uͤbergegangen war.
Ein kleiner Reif von Rubinen, den Urica als Braut bei ihrer erſten Vermaͤhlung getragen, ruhte uͤber der glaͤnzend weißen Stirn, die von einer Heiterkeit und Verklaͤrung leuchtete, daß nur das lebensvolle und doch ſo uberirdiſche Laͤcheln des Mundes noch bezaubernder


