Teil eines Werkes 
1. Theil (1844) Angela
Entstehung
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und in Wahrheit ſtreng genug ſah die Dame vor ihm aus; denn es war die Gräfin Comenes, die in der Mitte der Stube auf einem machtigen Armſtuhl ſaß und dieſe Anrede hielt. Sie konnte ein unerhoͤrt ſtolzes Aeußere annehmen, und ihre Kleidung und ihre jetzige Stim⸗ mung verſtärkten den Ausdruck ſo, daß er Nees faſt die Kehle zuſchnuͤrte.

Von einem prächtigen Unterkleide, welches reich mirt Gold geſtickt und von goldgelbem Atlas war, fiel ein Ueberkleid von ſchwarzem Sammt mit Goldſtickerei und weißem Atlas gepufft, ſeitwarts nieder. Eine goldene Haube mit lang niederfließendem ſchwarzen Schleier deckte den Kopf, und das regelmaͤßige Geſicht war todten⸗ blaß, und kaum die ſchmalen Lippen bewegten ſich bei den Worten, die ſie ſprach.

Ja, ja, Gnaden! ſtammelte Neeswir ſind die, die ihr ſuchtet ja, ja, wir ſind es! ſtraf' mich Gott, wenn Nees luͤgt! Dies bin ich, Jakob van der Nees, wenn euch gefällig iſt und dies iſt Angela, mein Weibchen, die wahre, rechte Tochter von Renier de Gröneveld, alſo eure Nichte, von den Caſamborts ab⸗ ſtammend eure Nichte, Frau Tante euer Gnaden wir ſind die, die ihr ſuchtet.

Euch ſuchte Niemand, ſagte die Gräfin Come⸗

nesund wenn dieſe Frau die eurige iſt und ihr be⸗