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im Laufe dieſer Erzaͤhlung vor uns entwickelten Ein⸗ zelheiten. Auch brauchte der Koͤnig dazu wenig Zeit. Er bewirkte einen vorlaͤufig verlaͤngerten Aufenthalt fuͤr ſeine Tochter bei der Herzogin, da er ſelbſt ſich außer Stande fuͤhlte, vor der beabſichtigten Entdek⸗ kung an ſeine Gemahlin derſelben einen Platz anzu⸗ weiſen, der ihren Anſpruͤchen gemäß war.
Als er in den Saal zuruͤckkehrte, naͤherte er ſich mit beſonderer Huld Lord Richmond.
Was Ihr, Mhlord, fuͤr meine Tochter gethan, hat ein Vaterherz gehoͤrt und tief empfunden; ich wuͤßte keinen Wunſch, den Ihr mir nennen koͤnnt, deſſen Er⸗ fuͤllung, ſo weit es von mir abhaͤngig, nicht eine Be⸗ friedigung fuͤr meine Dankbarkeit ſein muͤßte. Ueber⸗ nehmt, bis wir uns wiederſehen, ſetzte er laͤchelnd hinzu, das ritterliche Amt, das Ihr ſo trefflich verſteht, bei meiner Tochter! Euch allen, meine Freunde, em⸗ pfehle ich meine Tochter, Ladd Maria Stuart. Zu den Hof⸗Feierlichkeiten hoffe ich Euch alle als meine liebſten Gäſte in London zu ſehen.
Der Koͤnig entfernte ſich, ſie alle gruͤßend, und bald ſah man, wie ſeine ſchwarze Geſtalt, umgeben von dem glaͤnzenden Zuge der Herren des Schloſſes, auf ſchnellem Roſſe dahin ſprengte.


