Teil eines Werkes 
3. Theil (1849)
Entstehung
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Briſtol betrachtete ſeine Tochter; ein ſanfter Aus⸗ druck glitt uͤber ſeine bekuͤmmerten Zuͤge und ſeine Arme loͤſten ſich, die Haͤnde der Tochter zu ergreifen.

Ich danke Dir, Arabella, fuͤr den warmen An⸗ theil, den Du mir bewahrt haſt, ſprach er ſanft, aber vielleicht bedarf ich ihn nicht, um Dich einem ſo un⸗ gewiſſen Unternehmen auszuſetzen, deſſen Mißlingen Dich tiefer verletzen wuͤrde, als Du berechnen kannſt. Dieſe erſehnte Zuſammenkunft iſt vielleicht nicht mehr fern, und ich war eben geſonnen, Dich auf meine moͤgliche kurze Entfernung vorzubereiten, welche mit einem mir gemachten Vorſchlage, den Koͤnig zu ſe⸗ hen, zuſammenhaͤngt, und welche den Bewohnern die⸗ ſes Schloſſes zu deuten, ich Deiner Klugheit überlaſ⸗ ſen muß.

Und habe ich ſo viel Anſpruch an Euer ſpätes Vertrauen, verehrter Herr, um hier mehr als ein blin⸗ der Huͤter Eurer mit Fremden verabredeten und mir bis jetzt ſo wohl entzogenen Pläne zu ſein? ſprach die Her⸗ zogin, ſich nach ihrem Seſſel zuruͤckziehend.

Ja wohl, Fremde! ſeufzte hier Lord Briſtol ſchwer auf, denn in England ſcheint kein Herz mehr nach dem Takte alter Ehre und alten Rechtes zu ſchlagen, ſon⸗ dern, wie die Furcht das feige Blut regiert, im jähen Wechſel von Haſt nnd Gleichguͤltigkeit.