Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

52

ſchwellen mochte, wenn er eine Schwierigkeit nach der andern ſinken ſah und, vom alten Koͤnige bedrängt, jede neue Ausflucht mit dem Zorne des Vaters erkaufen mußte. Seine letzte Huͤlfe war der Herzog von Not⸗ tingham. Sie ſahen ſich, und er, der am beſten die ver⸗ zweiflungsvolle Lage des Prinzen kannte, willigte ein, nach Madrid zu gehen. Als Schwiegerſohn des Grafen Briſtol konnte ſeine Reiſe nicht auffallen, und er war vom Prinzen zu jedem Mittel autoriſirt, das dieſe ge⸗ fuͤrchtete Verbindung trennen konnte; ja, im letzten Falle ſollte er der Großmuth der Infantin, von welcher der Prinz eine ſehr gute Meinung hatte, ſein ganzes Verhältniß vertrauen, doch vorher bei dem Herrn Grafen von Briſtol Alles erſchoͤpfen, ihn davon abzuſchrecken. Dieſe unglück⸗ lichen Ketzer beſprachen ſich in meiner Gegenwart über das beſte Mittel, dem Herrn Geſandten die Vermählung mit einer Katholikin als verderblich füuͤr's Land darzuſtel⸗ len! Ihr wißt, Hochwuͤrdiger Herr, wie der arme Her⸗ zog Madrid nur erreichte, um an einem auf der Reiſe ausgebrochenen Fieber, worin er aus Eifer fuͤr ſeinen gnaͤdigſten Prinzen ſich nicht geſchont, zu verſcheiden. Als die entſetzliche Nachricht hier eintraf, die der erleuchtete Provinzial Manzori um zwoͤlf Stunden fruher an mich ge⸗ langen ließ, ohne daß es in meiner Macht ſtand, den Prin⸗ zen vorzubereiten,— denn dies hätte den geheimen Weg