Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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ſcheinung— faſſen konnte er dieſe Worte nicht—

das war ja nicht möglich— das war ja allem Rechts⸗ gang in Nürnberg zuwider und ein ſolcher Fall noch niemals dageweſen— dageweſen war es freilich auch eben ſo wenig, daß ein Pöbelhaufe das Haus eines Rathsherrn geſtürmt hatte— wenigſtens war das ſeit langer Zeit wieder der erſte Fall dieſer Art— noch vor einer Stunde hätte er ihn für unmöglich gehalten— ja ſchon den ganzen Tumult vor ſeinem Hauſe hielt er ſo lange für unmöglich, bis er ſich unmittelbar desſelben bemächtigte.

Konnte es mit ſeiner Perſon nicht derſelbe Fall ſein wie mit ſeinem Hauſe?

Zitternd ſank er in ſeine Kniec, von den Schlägen ſeines Gewiſſens wie von der Angſt des Augenblickes gleich ſehr betäubt—„Erbarmen!“ rief er mit faſt erſtickter Stimme— wohl erkannte er den Prieſter, der heute Gerhaus auf das Schaffot begleitet hatte.

„Wißt Ihr von wem Ihr Erbarmen verlangt?“ fragte Crescentius;„von Euerm Sohn, den Ihr aus⸗ geſtoßen habt gleich dem Kinde, deſſen Mutter heute für Euere Miſſethat büßen ſollte— von dem Sohne Adelgunden's! Sie wollte mich in ihrem letzten Stünd⸗ lein als ihren Sohn erkennen, aber ich wies die Mut⸗ ter zurück, die mich ſo lange verleugnet hatte, von der