Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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digen Freuden und verſchmähte wohl auch nicht mit ihren Töchtern zu ſcherzen, wenn er ſich von den Pflich⸗ ten ſeines Amtes einmal losgemacht hatte und auf das Land geeilt war die Natur zu genießen— aber es war ein rein patriarchaliſches Verhältniß, in dem er ſich dann gefiel. Ein anderes erſchien ihm vollkom⸗ men unerträglich.„Gemeinſchaft machen mit dem un⸗ gebildeten rohen Volke,“ ſagte er, das hieße dem Kai⸗ ſer denn doch zu viel zugemuthet. Wie es dann zugeht, wenn Schuſter und Schneider regieren, das hat der Kaiſer ſchon in ſeiner Jugend mit zu Brügge an⸗ geſehen, wo ſie ihn gefangen geſetzt hatten und Alles in den Niederlanden darunter und darüber ging, dann an den Schweizern, die ſich nun faſt ganz von ihm und dem Reiche losgemacht haben— die Bauern des Bundſchuh würden wahrhaftig nicht glimpflicher ver⸗ fahren ſein. Wo ſich gemeine, ungewaſchene Hände in S einmiſchen, da iſt ſie beſudelt und ver⸗ oren!“

„Ich meinte doch,“ ſagte Ulrich,„Ihr wäret in der Schweiz zu andern Anſchauungen gekommen, und wie viel ich auch von der Gelehrſamkeit und dem vaterländiſchen Sinne erwarte, die jetzt in ausgezeich⸗ neten Männern für die Sache des Fortſchrittes wir⸗ ken, ich fürchte doch, das iſt ein gar langſamer Weg