Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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es ein ſo unſchuldiges und frommes Geſchöpf, das ſich lieber hinter den Kloſtermauern verbergen wird, als einem andern Weſen im Wege ſtehen, aber denket auch daran, daß Ihr nur mit Sanftmuth und Zartheit mit ihr umgehen dürft, denn ſie war ſchon vorigen Herbſt dem Tode nahe.

Amanda ſchien noch um etwas fragen zu wollen, dann aber beſann ſie ſich, ergriff Ulrich's Hand und ſagte faſt feierlich:So verſprecht mir nur Eines: Wie Ihr mir jetzt Euer Vertrauen noch nicht ſchenkt, ſo mißbraucht auch das meine nicht iaßt mich Anna prüfen und erforſchen ohne Euch einzumiſchen, und ſchweigt gegen Wolfſtein und gegen die Fräuleins von Weichsdorf, wie Ihr gegen mich geſchwiegen!

Alles verſprech' ich Euch, was ſich mit meiner Ehre als freier Steinmetz verträgt!

Amanda kächelte.Immer ein Vorbehalt! ſo ſind die Männer alle! doch ich nehme auch ſo Euer Wort.

Ende des II. Bandes.