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laßt, vielleicht alſo war es dies, worüber ſich Wolf⸗ ſtein entſchuldigen wollte, ohne von Iſolde angehört zu werden. Er begriff nun wenigſtens theilweiſe warum es ſich handelte.
In dieſem Augenblick kamen ſie an dem Hauſe des Schultheißen vorüber— Wolfſtein hielt ſeine Schritte an— zum erſten Male ſchaute auch Ulrich hinauf. „Da iſt ſie!“ rief Jener entzückt.
Aber Ulrich flüſterte warnend:„Machet kein Auf⸗ ſehen und laßt uns ruhig vorübergehen!“ Er ſprach ſo, weil er Iſolden's Wink verſtand.
Die Schweſtern ſtanden am Fenſter. Zum erſten Male, ſeitdem ſie wieder das Bett verlaſſen konnte, war Anna in das Chörlein getreten noch ehe die Schwe⸗ ſter zurücktehrte von einer unklaren bangen Ahnung und Sehnſucht ergriffen. Sie hatte Iſolden zu dieſem Kirchgang gedrängt, aber nun dünkte es ihr eine Ewig⸗ keit, daß ſie nicht zurücktehrte. Tag und Nacht war ſie ja an Anna's Seite geweſen— jetzt erſt begriff dieſe ganz den Werth ihrer Nähe. Sie ließ ſich von der Dienerin an das Fenſter führen, dort erwartete ſie Iſolden, dort weilte ſie noch, da dieſe zurückgekehrt.
Undjetzt ein Schrei der Ueberraſchung:„Wilhelm!“ Unbedacht erhob ſie ſich um das Fenſter aufzureißen. Iſolde hielt ſie zurück und winkte Ulrich mit Hand und


