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wüßten gern, ob und wann er wieder hierher zurück⸗ kehrt.“
Willibald maß das Mädchen mit verwunderten Blik⸗ ken— einmal, daß die Jüdin es überhaupt wagte, ihn anzureden, und dann, daß ſie nach einem Baubruder fragte. Er antwortete kurz:„Wann er wieder zurück⸗ kommt, weiß ich nicht. Jetzt iſt er wohl noch auf Arbeit im Benediktinerkloſter zum heiligen Kreuz, in das er mit ſeinem Kameraden berufen ward.“
Rachel wußte genug, dankte und ging. Mit dieſer Nachricht kam ſie heim. Ihr Herz war leicht, denn Ulrich war nicht in's Kloſter gegangen, um Mönch zu werden! Ihrem Vater brachte ſie die gewiſſe Kunde, wo er war und daß er ſpäter, aber wohl noch nicht gleich zurück⸗ kehren werde.
„Wir haben keine Zeit zu verlieren,“ ſagte er, „wir müſſen in's Kloſter— die Baubrüder müſſen uns Rede ſtehen, ob ſie nicht gefunden den Ring; wenn ſie nicht gutwillig Rede ſtehen, muß es verſucht werden mit Liſt und Drohung.“
Rachel's Augen ſtrahlten von der Hoffnung Ulrich wiederzuſehen. Zuverſichtlich ſagte ſie:„Mit Drohung richtet Ihr bei dem nichts aus— laßt mich ihn bitten, und er wird uns den Ring geben, wenn er ihn gefunden, oder wenn ihn Jemand ſonſt im Hauſe hat, verſuchen, uns dazu zu verhelfen.“


