Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

denklich, dann fragte ſie mit leiſer Stimme: Und was bedünkt Dich von dieſen Weiſſag⸗ ungen und Vorzeichen? Darauf erwiederte Mele ernſt und mit einiger Feierlichkeit: Allzu deutungvolle Stimmen ſind der Schülerin des Athanaſios Phranzes in's Ohr geklungen, um leichthin und weltlich verwegen hinwegzuwerfen, was ihnen gleicht. Längſt verklungene Töne der Vorzeit rauſchen heran auf dem ſchweren Fittiche der Gegenwart, und des nahenden Un⸗ gewitters Blitzſtrahl erhellt, was lange im Dunkel geblieben. 6 Somit hat Mutter Theophano doch wohl Recht rief Irene wenn nicht in einer Weiſe, doch in der andern. Was auch befreun⸗ dete Gewalten mir beſtimmt, feindliche Mächte rüſten ſich, es zu zerſtören. Hergebannt bin ich in den Kreis, den die Finſteren drohend um⸗ ſtehen, über der Meinigen und meinem Haupte ſchwebt die verderbenſchwangere Wolke; das Diadem, mit dem ein eitles Trugbild es um⸗ flocht, iſt das Feuer bes Blitzes, der es zer⸗ ſchmettert, und mein Purpur mit meinem Blut und dem meines Geſchlechtes gefärbt. Muß ich Dich ſo kleingläubig ſehen ant⸗ III. 3