Teil eines Werkes 
21. Band, Eugenia : 3. Theil (1833)
Entstehung
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maligen Glanz des Reiches, an deſſen Throne ſie geboren. Gemeſſen und leicht ſchrei⸗ tet ſie dahin wie auf den Teppichen des Bla⸗ chernenpalaſtes, welche lange Zeit ihr Fuß be⸗ trat, und die Welt ſtellt ſich dem gebietenden Blicke dar wie das ſtille geregelte Gewimmel am Hofe des Auguſtus, wo jede fremde Er⸗ ſcheinung verpönt war und jeder fremde Ge⸗ danke. Doch lebt Empfindung in ihrer Bruſt, Du ſagſt es, auch neigt ſie ſich in Liebe zu Dir; wie könnte ſie auch anders? Wer kann es der erhabenen Matrone verargen, wenn eben dieß Gefühl durch Gewohnheit und eige⸗ nen Willen beſchränkt, ſich nicht alſogleich mit der Empfindung befreundet, welche der Jugend belebende Wärme erzeugt, welche eigenthümliche Kraft und höheres Wiſſen, durch einen Wei⸗ ſen gepflegt, bald in eine Höhe ſich aufſchwingt, bald in eine Tiefe ſich taucht, welche das Ge⸗ wöhnliche auf ſeiner ebenen Bahn erſchreckend betrachtet? Würdig iſt ihre durchlauchtige Schweſter wie ſie, eine kaiſerliche Prinzeſſin zu ſeyn; noch iſt der Schimmer der Jugend, wie auf ihren Wangen, noch nicht in ihrem Innern verblichen, doch iſt das, was er be⸗