Teil eines Werkes 
20. Band, Eugenia : 2. Theil (1833)
Entstehung
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mütterlichen Leitung aus dem Nebel, mit wel⸗ chem der Irrthum Dich umgeben, hervortreten zu ſehen, eine Zier Deines Geſchlechtes, und denen, die Dir wohlwollen, zur Freude.

Dieß erinnert mich an etwas Anderes noch; ungern haben der Großdomeſtikos und ich Dich von jenen beiden Dienerinnen begleitet geſehen, ungern ihnen das Verweilen in dieſem Palaſte geſtattet; doch wer weigert gern des heimge⸗ gangenen Vaters letztes Begehren, die erſte Bitte des wiederkehrenden Kindes. Es ſei denn darum, ſie mögen Dir dienen, doch unter des Vaters weiſer Obhut; durch der Mutter Rath unterſtützt, bedarfſt Du des ihrigen nicht, wie es früher der eingezogenen Kunde zu Folge ge⸗ ſchehen. Wohl urtheile ich günſtiger von der, welche Du Leuke nennſt, wiewohl etwas in ihrem Weſen liegt, in ihrer Sanftmuth ſogar, wenig ſtimmend zu der Niedrigkeit ihres Stan⸗ des; die Schwarze aber iſt mir in der tiefſten Seele zuwider. Die Unterwürfigkeit ihrer Ge⸗ berde verbirgt übermuth und trotzige Hartnäckig⸗ keit, und obwohl Geiſt in ihrem nächtlichen Auge funkelt, ſo gemahnt er mich unheimlich. Und in der That, was Klugheit heißen mag