welches den Auguſtus gewöhnlich begleitet, Jo⸗ hannes der Zweite in mein Zimmer. Sein Ausſehen war heiterer als es pflegte, ſeine Rede gütig, brüderlich ſogar, er nannte mich eine treffliche Schweſter, der Fürſtenkinder nach⸗ ahmenswerthes Vorbild, und wünſchte ſich Glück, meine lange Abgeſchiedenheit beendend, meinen tadelloſen Wandel zu lohnen. Die Ge⸗ mahlin, fuhr er fort, ehe ich noch geantwor⸗ tet, die Gemahlin des Großdomeſtikos Ariſto⸗ bulos Phranzes iſt geſtorben, und dich, Theo⸗ phano, habe ich zu ihrer Nachfolgerin be⸗ ſtimmt.— Ich hatte von dem, der mein Gatte werden ſollte, viel Rühmliches gehört, jedoch ihn nur ſelten geſehen, und nie anders als in Gegenwart des Auguſtus, und obſchon ſeine Geſtalt und Weſen mir Achtung ein⸗ flößten, hatte die Hofſitte und der ihm eigen⸗ thümliche Ernſt jede nähere Berührung ver⸗ hindert. Als ich mich auf den unerwarteten Antrag ſchweigend verbengte, fuhr Johannes fort:
Ohnerachtet du, Schweſter Theophano, in einer weislichen und deinem Geſchlechte ange⸗ meſſenen Zurückgezogenheit gelebt haſt, woran


