als die erlauchteſte unter vielen erlauchten Frauen, wie hätte ſie das Entbehren kennen gelernt?—
Ein trauriges, beinahe mitleidiges Lächeln der Prinzeſſin Theophano folgte dem Blicke in das Innere der des ſechszehnjährigen Mägd⸗ leins und der, wie ſie meinte, ihr außer einem in dieſem Alter ungewöhnlichen Stolze noch manch andern Keim verrathen, gepflegt durch eine wunderliche Erziehung; darauf ſagte ſie ernſter als vorher: So Gott Pantokrator es will und die heilige Panagia, wird der Toch⸗ ter Loos nicht geringer ſeyn als das der Mut⸗ ter, es iſt ſolches mein lebhafter Wunſch und der Deines Herrn und Vaters, und unſer eif⸗ rig Bemühen, noch mehr aber wünſchen wir, daß Du Dich ſein würdig bezeigeſt. Du aber täuſcheſt Dich ſehr, wenn Du meineſt, daß, wer auf der Höhe des Lebens geboren iſt, oder ſie erſteigt, eine unſers Geſchlechtes zumal, losgeſprochen ſei von der ſchweren Pflicht des Entſagens, daß die Erfüllung ihrer Wünſche ſie bereitwillig umſteht, gleich dem demüthigen Sclaven, unſers Winkes gewärtig, leicht zu er⸗ faſſen wie das Goldgeräthe unſerer Gemächer,


