Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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In ſolchem Zuſtande war es, daß, als die Abyſſinierin ihr die Sphinr nochmals als die Wächterin an der Pforte des geheimnißvollen Palaſtes nannte und auf die Offnung deutete, zwiſchen dieſer und der marmornen Wand be⸗ findlich, Genia⸗Zoe unwillkürlich näher trat und in die Vertiefung hinabſchauete.

Es wird dem Leſer erinnerlich ſeyn, daß der böhmiſche Weltprieſter einen Abgrund ſah, den ein mattdämmerndes Licht nur am Rande erhellte, ſich weiter in der Tiefe verlierend, aus welcher ein kühler Hauch hervordrang und ein leiſes, wie fernher klagendes oder murrendes Getön; auch

gedenkt er, daß andere Reiſende, im Falle, daß ſie ſich wirklich an demſelben befanden, dort nichts wahrnahmen, als neben einem unge⸗ heuren Blocke pariſchen Marmors einen ſchma⸗ len Felſenſpalt, in deſſen Grunde ein Bach dem Meere zueilt. Ganz Anderes und viel mehr ſah jedoch die Tochter des Großdomeſtikus.

Eine breite geradaus gehende Treppe ſenkte

ſich vom Rande der Höhlung in ſanfter Neig⸗ ung bis in eine unabſehliche Ferne; dunkel war es aber auf derſelben nicht, vielmehr ſtei⸗ gerte ſich der Schimmer, der von ihr aus den