bemerkte, als er nach einem langen Geſpräche
mit dem Kaiſer, bei welchem ſein Sohn zu⸗
gegen, das Schiff beſtieg, um nach Antiparos zu ſegeln.
Auf ſeiner Burg daſelbſt richtete er einen prächtigen Hofſtaat ein; ſchon war das Ge⸗ bäude herrlich geſchmückt, als habe er es längſt bereitet zu ſeinem Empfange; auch ward man hier den Weg inne, welchen er auf jener ge⸗ heimnißvollen Reiſe genommen und vielleicht ihren Zweck, denn in mehren Sälen ſah man Standbilder aufgeſtellt und andere Denkmale altgriechiſcher und noch älterer ägyptiſcher Kunſt, Tafeln mit Hieroglyphen bedeckt, und manch Werk chaldäiſcher Weiſen. Inmitten dieſes Glanzes aber war die Erſcheinung des Beſitzers höchſt einfach; ſtatt der reichgeſtickten, purpur⸗ verbrämten Kleidung des hohen Palaſtbeamten trug er insgemein den braunen Mantel der Stoa, während im ganzen Palaſte Freude und Wohlleben herrſchte, war er ſtill in ſeinem Ge⸗ mache, welches er ſelten verließ, und wenn es geſchah, war ſeine Rede kurz, nachdenklich und den Prophezeihungen der alten Orakel zu ver⸗ gleichen.


