Teil eines Werkes 
19. Band, Eugenia : 1. Theil (1833)
Entstehung
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ſey eine Sphynx; nicht eine ſolche, wie ſie uns aufbewahrt worden unter den griechiſchen und römiſchen Alterthümern, oder in den Pyramiden gyptens, es war eine Sphynx der Unterwelt, entſetzlich groß und gräulich. Und ſie ſchien gewachſam zu ſeyn, ſeitdem ſie hier lag, oder vielmehr der Stein, aus dem ſie geformt war, denn überall gab es Unregelmäßigkeiten, ſo daß kein Anderer als ich ſie erkannt hätte für das was ſie war. Und daraus ſchloß ich denn, wie lange dieß ungethümliche Bildwerk, hier ſchon liegen müſſe an der Pforte des Geheimniſſes, des Geheimniſſes Symbolum, denn der Geiſt, der im Steine wohnt, iſt der trägſte von allen, dar⸗ um muß er auch den andern Geiſtern dienen wie ſeine Materie jedem Geſchöpf. Ganz na⸗ türlich gerieth ich ſofort auf allerhand Muth⸗ maßungen, weßhalb ſolch bedeutungvolles Merk⸗ mal gerade an dieſer Stelle ſich befinde, aber bald ſollte ich es erfahren.

Hart hinter dem Standbilde that ſich eine Kluft auf, eng und ſchmal, dem Schlot eines unterirdiſchen Laboratorii zu vergleichen, aber wohl hunderttauſend Mal tiefer denn ſolches, dieweil der Schimmer der Fackel nur ſchüchtern