Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Vom Felde der verlorenen Schlacht haͤtte ich Dich, Olgierd, hinweggefuͤhrt mit den Maͤnnern des Gebirges, die Knechte ihrem Schickſale uͤberlaſſend, hierher, wo Du ſpaͤter erſchieneſt, und doch noch zur rechten Zeit, da vereitelte eines Knappen Schwertſtreich, mein Werkzeug laͤhmend, meinen Plan. Ich folgte Dir nach Zemboein, ich durfte nicht von Dir weichen, Du durfteſt damals nicht ſterben, damals noch nicht, vollbringen muß⸗ teſt Du erſt, was Du geſtern vollbracht. Du hatteſt damals eine ſorgliche Pflegerin an mir, waͤhne doch nicht, daß ich es um Deinet⸗ willen war, hochſtens nur ſo, wie der Herr des wunden Roſſes wartet, es des eheſten wieder vor ſeinen Wagen zu ſpannen. Wie es dem kräftigen Gemuͤthe ziemt, wohnte Ruhe und Hoffnung auf meiner Stirne, mein Mund ſprach Worte des Troſtes, meine Geberde er⸗ muthigte die Verzagenden, aber anders trug ich es im Sinne; laͤngſt erkannte ich, dort ſei alles verloren, fuͤr jene Elenden wenigſtens, doch nicht fuͤr mich, denn laͤngſt hatte ich alles zur Flucht vorbereitet, Deine Wunde ver⸗ wuͤnſchend als das Hinderniß, das ſich ihr