Teil eines Werkes 
14. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 5. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ihn zuruckfuͤhren als einen wahren Koͤnig von

Polen, das, meine ich, habe ich gaͤnzlich erfullt nach den Umſtaͤnden, welche in der Heimat obwalten.

Severin Strzemieniec hatte ſeinen Sohn, waͤhrend er ernſt und hochaufgerichtet neben dem Koͤnige, in glaͤnzendem Waffenſchmuck, dem bleichen, blutenden Gefangenen gegenuͤber ſtand, mit zuſammengezogenen Brauen und mißfälligem Blicke betrachtet, jetzt ſagte er ſchnell:

Ihr ſehet, hochgeborner Herr Marſchall der Krone, wir Alten, die wir nicht Theil ge⸗ nommen an dem ruhmwuͤrdigen Zuge nach Kijow, und denen das Vaterland lieber war als das Morgenland, werden jetzt manches Neue lernen. Wir werden uns daran gewöh nen muͤſſen, daß der Koͤnig, den wir bisher nur den Erſten unter uns Gleichen gewaͤhnt, einen Edlen verunglimpfe in ſeiner eigenen Behauſung, ſie ſchweigen heiße, wie der Ruſ⸗ ſenfuͤrſt ſeinen Bojaren thun mag, der turko⸗ manniſche Sultan ſeinen Emirn, und ſeinen Schranzen der Kaiſer zu Carogrod; ihm das Recht abſpreche uͤber ſeine Kriegsgefangenen,