Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Waͤhrend der Häuptling der Aufruhrer in gezwungener Unthätigkeit und dumpfem, nur durch Anfaͤlle des wildeſten Zornes unterbroche⸗ nen Truͤbſinne ſchmachtete, hatte ſeine Mutter ihre Faſſung bewahrt. Sie war jetzt allein noch der Schlußſtein, welcher das borſtende Gewölbe zuſammenhielt, ſie war noch die Ko⸗ nigin der Empoͤrer, und fuͤhrte den Herrſcher⸗ ſtab mit der Ruhe und dem Anſtande einer ſolchen. Wie es auch ftuͤrmen mochte in ih⸗ rem Innern, keine Wege zeigte ſich auf dem marmornen Antlitze, kurz und gebieteriſch war ihre Rede, ihr unumwölktes Auge war der Stern, nach dem die Verzagenden ihre Blicke richteten, um die ſchwindende Hoffnung zu be⸗ leben; uͤberall ſchaute es rings umher, ihr fe⸗ ſter Wille hielt die Ordnung noch in den lok⸗ ker gewordenen Banden, ihre Stimme lenkte die Berathſchlagung und den Krieg, die Verthei⸗ digung und den Ausfall.

Eben war eine Schar der Gebirgsmaͤnner und Leibeigenen von einem ſolchen zuruckge⸗ kehrt, doch nur um die Kunde vom gaͤnzlichen Fehlſchlagen zu bringen; das Schwert der Rit⸗ ter hatte die Reihen der Knechte gelichtet,