Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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ner Moͤrder entruͤckt worden, auf demſelben Ruhebette, das ſein Sterbelager werden ſollte, lag der jetzige Gebieter des Schloſſes. Ihn umringte aller rohe Prunk eines Feudalherrn jener Zeit, und in noch weit reichlicherm Maße, denn was der Stolz oder der Reichthum jedes Einzelnen von jenen um ihn her zur Schau geſtellt, hatte hier aus vielen Burgen der Raubmord zuſammengetragen, in ſcheuer Ehr⸗ furcht umſtanden ehemals leibeigene Knechte ſein Lager, nur durch verſtohlene Blicke ſich fragend, was denn dieſe neue Freiheit bedeute, welche weiter keinen Unterſcheid hervorgebracht, als daß man jetzt vor dem Mitknecht zittere, wie ehemals vor dem angebornen Zwingherrn. Wie mehren Demagogen neuerer Zeiten, wa⸗ ren Olgierd mit dem Beſitze der Macht auch ganz andere Begriffe von Freiheit und Gleich⸗ heit gekommen, oder vielmehr die laͤngſt geheg⸗ ten an den Tag getreten, und er beſtrebte ſich, ſo viel er konnte, die irrigen Begriffe der von ihm Abhaͤngenden gleichfalls zu berichtigen. Auch verſuchte er dieß nicht ohne Erfolg; auf den Wink des dreifach uͤbermuͤthigen und ſtrengen Emporkömmlings hatten die Männer des