Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Burg zu Gniezno, beſtuͤrmte gerade jetzt, wo es zu handeln galt, mit Gebeten den Himmel, den er wohl ſonſt oftmals uͤber menſchliche Händel verſaͤumte, weltlich und geiſtlich Re⸗ giment war vernichtet, nur zu Krakow, hieß es, und in der Umgegend, wo doch die verderb⸗ liche Flamme ſich entzuͤndet, wuͤthe ſie min⸗ der furchtbar, beſprochen von den Seg⸗ nungen Stanislaw's Szczepanowöki, des Bi⸗ ſchofs. Einen Heiligen nennt man ihn,

deſſen Anblick ſelbſt die grimme Wuth des

entfeſſelten Volksungeheuers beſchwichtigt, ſeine

Stimme, bald ſtrafend, bald ermahnend, ergeht

an die Edlen wie an das Volk, den erſtern

Mißbrauch der Gewalt vorwerfend und ſie auf⸗— fordernd zu glimpflicher Milde, das letztere zur

Ordnung verweiſend und es vertröſtend auf

eine beſſere Zeit, ſo nicht ausbleiben werde,

wenn es zur Pflicht zuruͤckkehrte und zur

Ruhe. So gehet er denn feſt und unſtraflich

ſeinen Weg, und die mordfertigſte Fauſt wagt

es nimmer, ſich gegen ſein geheiligt Haupt zu

erheben, und ruhig ſiehet man ihn unter der

grimmen Horde, wie einſt in der Loͤwengrube

Daniel, den Propheten.—