Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3 — 32—

bedurftig nach langer und, wie es ſcheint, be⸗ ſchwerlicher Fahrt. Nimmer, bei Sankt Adal⸗ pert, haͤtt' ich gemeint, den hochgebornen Mar⸗ ſchall des Reiches ſo vor mir zu ſehen in ge⸗ meiner Knappentracht und wohl gar, verzeihet — als Fluͤchtling.—

Andreas that Beſcheid mit der Haſt eines beinah Verſchmachteten, dann ſprach er: Auch, werther Herr, bin ich nichts als ein Fluͤchtling, ſo ſelten es auch ſeit hundert Jahren ein Pole geweſen ſeyn mag und zumal ein polniſcher Feldherr. Marſchall nennet Ihr mich? Ich vin es nicht mehr. Was beduͤrfte auch das Reich und die Krone eines Marſchalls, da das Erſte verloren iſt und die Zweite entwuͤr⸗ digt?—

Ungeſtum und mit Geraͤuſch umringten die Ritter das Haupt ihres Standes, ihre Blicke hingen an ſeinen Lippen, und ungeduldige Fra⸗ gen verſuchten ſein zoͤgerndes Wort zu beſchleu⸗ nigen.— Das Gewand eines Knechtes— fuhr er fort— ſcheltet Ihr dieſe Ruͤſtung und Koller, doch iſt es das Einzige, welches dem