Teil eines Werkes 
13. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 4. Theil (1832) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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rend kurzer Waffenruhe des reiſigen Knechts vornehmſte Obliegenheit war.

Statt der irdenen Kruͤge, aus welchen der Herr daheim ſelten nur den Saft der Reben, gemeiniglich aber Bier oder Meth ſchlurfte als Labetrank nach vollbrachtem Kampf oder gepflogener Waidluſt, gewuͤrzt durch Muͤdigkeit und Erhitzung, umgaben jetzt den Verwoͤhnten koſtbare Geſchirre, theils aus den Schreinen der Einwohner in die Hand der Schutzherren uͤber⸗ gegangen, theils freiwillig dargeliehen oder ge⸗ ſchenkt, und der feurige Wein, den ſie enthiel⸗ ten, war fuͤr den Muͤſſigen, nimmer Entbehren⸗ den ein unentbehrliches Beduͤrfniß geworden, deſ⸗ ſen Befriedigung keinen andern Reiz mehr hatte als den einer augenblicklichen Erregung.

Es war nicht wie in der heimiſchen Burg die Hausfrau, welche den Trunk kredenzte mit ehrerbietiger Freundlichkeit und haushälteriſcher Sorgfalt, darauf ſehend, daß der Gebieter be⸗ friedigt und doch der Vorrath nicht vergeudet werde, eingeborene Dirnen, des Siegers leichte und willige Beute, reichten lachend den be⸗ kränzten, uͤberfließenden Becher dar; ſtatt des ernſten Hausmeiſters, der mit durch lange

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