Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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nimmer, was auch geſchehe, duͤrfen Beide in die Gewalt jenes Elenden kommen, der ſich druͤben auf den Huͤgeln bruͤſtet an der Spitze nichtswuͤrdiger Raͤuber, als ſey er Großfeldherr der Krone.

Und Fraͤulein Ilga? fragte Georg. Fräu⸗ lein Ilga antwortete der Alte wird den⸗ ſelben Weg treſſen, den die andern genommen. Du aber biſt ein Narr! Mit dieſem Be⸗ ſcheide war Georg im Begriff ſich zu ent⸗ fernen, als plotzlich ſich großes Getöſe und wildes Geſchrei vor dem Schloßthore verneh⸗ men ließen. Beide eilten der Stelle zu, von der es kam.

Kein freudig Schauſpiel gewaͤhrte der Saal. Nicht wie damals, als der Konig gegenwaͤrtig, erfullte ihn eine ritterliche, glaͤnzende Verſamm⸗ lung, den Gebieter umringend, und den hochge⸗ achteten Hausherrn, NRath pflegend, oder heitern Geſpraͤches; die Pokale klirrten nicht beim gaſtlichen Mahl. Bange Stille herrſchte in dem weiten, hohen Gemaͤuer, in welchem Krankheit und Bekuͤmmerniß ihren Wohnplatz aufgeſchlagen. Zwar hatte der Kaſtellan von