Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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zugeſprochen, alſo, daß er Euch vielleicht ſchon unſchmackhaft worden?—

Als der Ritter ſchweigend ſeinen bereitwilli⸗ gen Gehorſam angedeutet, fuhr Boleslaw fort: Wir muͤſſen fuͤrchten, durch ſolch Gebot manch liebliche Jungfrau zu kraͤnken, doch Euch ſelbſt denken wir nicht zu betruͤben durch ſolch au⸗ genblickliche Trennung; ſehet Ihr doch, wie es ſcheinet, dem Wiederſehen des eigenen Ge⸗ mahls mit loͤblicher Gelaſſenheit entgegen.—

Herr— antwortete leichtſinnig der Ritter— auch da, wo Eure Gnaden mich hinſenden, wird es wohl an ſchoͤnen Frauenbildern nicht mangeln, deren Anmuth und Pflege ſo wohl thut nach rauher Kriegsarbeit. Was die zier⸗ lichen Jungfrauen zu Kijow anlangt, ſo wer⸗ den ſie ſich zu troͤſten wiſſen unter dem Schutze meiner werthen Herren und Bruͤder; Frau Chriſtina aber iſt wohl aufgehoben bei dem alten Herrn auf Zemboein, auch mag die Verſuchung fern von ihr bleiben, ſind doch die Verſucher ſaͤmmtlich jenſeit des Bugfluſſes, und großentheils allzu befangen in ſuͤßen Banden, um einer ſchlichten polniſchen Edelfrau zu ge⸗ denken.—