weiter zuruͤck im wilden Gebirge liegt ein Thal, von hohen Felswänden umgeben, deren rauhe Rippen nicht Moos noch Geſtraͤuch bekleidet, und von ſteilen Anhoͤhen, auf deren Stirn dunkle Foͤhren und noch dunklere Schwarztan⸗ nen das zackige Haupt vor dem ſelten ruhen⸗ den Sturm beugen. Heut zu Tage noch iſt es duͤſter und einſam, viel einſamer war es noch zu damaliger Zeit. Erſt ſpaͤter wurden die genannten Städte erbaut, und ſelbſt die nachmals ſo beruͤhmt gewordene Burg Halicz war noch nicht gegruͤndet, die im folgenden Jahrhunderte bereits der Stammſitz des grie⸗ chiſch⸗ruſſiſchen Fuͤrſtengeſchlechts werden ſollte, das bald unter dem Schutz des oſtroͤmiſchen Reichs, bald unter der Oberherrlichkeit Polens die koͤnigliche Krone trug, deſſen Prunkliebe, Eigenthuͤmlichkeiten und ſeltſam wechſelnde Schick⸗ ſale nun längſt großentheils vergeſſen, die Auf⸗ merkſamkeit ſeiner Zeitgenoſſen auf ſich zogen, und deſſen Daſein und mit ihm verfallene Anſpruͤche erſt vor einem Jahrfunfzig dem Dunkel der Vorzeit entriſſen wurden, um auf ihnen den Namen und das Beſitzthum des Koͤnig⸗ reiches Gallizien zu gruͤnden. Wohl kannte
Teil eines Werkes
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


