Teil eines Werkes 
12. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 3. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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der ruſſiſchen Lande verlaſſen, denn es zieme dem Streiter fuͤr Rom nicht, Theil zu haben an byzantiniſchem Ketzergräuel. Ungern ver⸗ nahm Jzaslaw dieſen Entſchluß; er fuͤrchtete, das Volk werde die Entfernung des Koͤnigs fuͤr ein neues Merkmal ſeiner geringen Ruͤck⸗ ſicht auf ſeinen Fuͤrſten anſehn, und der Fa⸗ natismus ſich zur Unzufriedenheit geſellend, ihm ſelbſt die Verachtung zum Vorwurfe machen, die Der, welcher ihn wieder eingeſetzt, gegen die Gebräuche ihres Glaubens zur Schau trug. Er lag demnach dem Koͤnig dringend an, ihm ſolche Kraͤnkung nicht zuzufuͤgen, und als die⸗ ſer, wie gewoͤhnlich ſeine bitter herriſche Un⸗ beugſamkeit entgegenſetzte, rief er ſeinen Sohn Mieczyslaw, und den kuͤrzlich eingetroffenen Adalbert Druzyniec auf, ſeinen Wunſch zu un⸗ terſtuͤtzen. Der junge Ruſſenfurſt, welchem Bo⸗ leslaw der Zweite vor Allen ſeines Stammes wohlwollte, hielt mit Recht dafuͤr, es ſei nicht wohlgethan, ein Volk, das man zu bekehren beabſichtige, allzu plötzlich in lang beſtandenen Begriffen zu kraͤnkenz dem Druzyniec aber, der nur ungern Kijow zu ſolcher Zeit verlaſſen hätte, um ſeinem Herrn in eine öde Grenzveſte