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10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Fuͤrſten ihre Landesſprache zureiben verſtanden, den Polenkoͤnig aufgeſtellt, in drei Mundarten fer⸗ tig redend und ſchreibend. Selbſt Teutſchland war erſt damals gaͤnzlich in Unwiſſenheit verſunken, als die Vertreibung der Griechen aus Italien, die Zerſtörung des Exarchats von Ravenna, und drauf die Eroberungen der Normaͤnner den Heerd der Wiſſenſchaft von ihm entfernten, und bis zu den Zeiten Arnulph's findet man an den Hoͤfen der teutſchen Kaiſer Spuren griechiſcher Sitte. Die Kenntniß der lateiniſchen Sprache, und zwar nicht der verdorbenen, wie in neu⸗ ern Zeiten, ward ſchon damals in Polen als nothwendig in den hoöhern Staͤnden betrachtet, und wenige Koͤnige zaͤhlt die Geſchichte dieſes Reichs, denen ſie dieſelbe nicht ausdruͤcklich bei⸗ legt. Die weißruſſiſche Sprache war die der Mutter Boleslaw's, und er der Lehnherr der Lande, in welcher ſie geredet ward. Doch waͤre dies auch nicht der Fall geweſen, ſo war dieſe Mundart die Bibelſprache, der Sanskrit gleich⸗ ſam, geſammter ſlaviſcher Völkerſchaften, wie