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Geiſte der Zeit zuwiderlaufend finden konnten, ſey uns hier Folgendes zu bemerken erlaubt. Im eilften Jahrhundert waren nicht uͤbrrall in Europa die Spuren des Wiſſens erloſchen, welche aus dem Alterthum zuruͤckgeblieben, und Italien und das oſtliche Europa ſtand damals, das Eine mehr das Andere minder hoher, als die weſtlichen und nördlichen Laͤnder, die ſpäter ſie mit raſchen Schritten uͤberholten. In Grie⸗ chenland vornehmlich glomm der Funke der Wiſſenſchaft fort und fort, freilich unter der Aſche ſcholaſtiſcher Spitzfuͤndigkeiten, dialekti⸗ ſcher Formen, geſchraubter Syſteme und ſelt⸗ ſamer Wahnbegriffe, und den ihm naͤher lie⸗ genden Nationen theilte ſich durch haͤufigern Verkehr etwas von dieſem aufbewahrten Vor⸗ rath mit. Die Sprache des Leontios Angelos, die, den morgenlaͤndiſchen Pathos und etwas Pedanterei abgerechnet, ziemlich der Sprache⸗ eines Hoͤflings in viel ſpäterer Zeit gleicht, wird⸗ dem unnatuͤrlich erſcheinen, dem Konſtan⸗ tin Porphyrogenet und die Denkwuͤrdigkeiter


