— 296—
Zuchtloſigkeit haben von dem Hauſe Beſitz ge⸗ nommen, dem der Gebieter den Ruͤcken gewen⸗ det; er huͤte ſich, daß bei der Heimkehr nicht Verrath und Emporung ihn empfangen. Nicht in der Bulgarei und Moldau iſt Eurer Ho⸗ heit Stelle; hier ward ſie Euch angewieſen; drum bleibet allda, wie es dem Hausvater ge⸗ ziemt, und Dem, der dem Geringeren treu vorgeſtanden, vertrauet das Groͤßere der Herr Zebaoth! Boleslaw, der, wie ſchon erwähnt, ſeit eini⸗ ger Zeit nur ſelten Rath begehrte, bevor er ſelbſt das, was er thun wollte, beſchloſſen, er⸗ wiederte die Worte des ehrwuͤrdigen Prieſters nur mit einem gezwungenen, zweideutigen Lächeln, dann ſagte er: Unſer Geſchaͤft daheim iſt vollbracht, und der kommende Morgen leuchtet unſerm Aufbruche. Euch, Herr Erz⸗ biſchof, befehlen wir das Reich und unſern Sohn Mieczyölaw. Trachtet danach, den Knaben ſo aufzuziehen, wie Ihr mit uns ge⸗ than, denn ob es auch Manchem geluͤſten möchte, ſeinen Herrn zu tadeln, ſo iſt doch unter unſerm Scepter bis jetzt das Polenriich im Innern ruhig und im Auslande gefuͤrchte


