Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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zen Meeres mag er ſich verlieren und der Herr eines zahlreichen, kampfgeuͤbten Volkes, wenn er das noͤrdliche Konſtantinopolis ſich unterwor⸗ fen und die Landſtrecken am Dnieper, wird ein gefurchteter Nachbar fuͤr den, welcher im Mit⸗ tag herrſcht. Zum Aufforderer kann der Auf⸗ geforderte werden und die Wirklichkeit deſſen erzwingen, was ihm vielleicht nur zum Schein angetragen ward. Dem Muthigen frohnet das Gluͤck. Doch wie mag meine ſchwache Stim⸗ me, nur geuͤbt in Worten des Friedens und heiligem Geſang, Den aufmuntern, in deſſen Bruſt das Feuer des glorreichen Ahnen unver⸗ mindert gluͤht? Wie mag meine Hand Dem den Weg zeigen, der am Ziel den hoͤchſten Preis weltlicher Ehre ſieht, und mehr noch das Grab des Erlöſers durch ihn den Beken⸗ nern des gottverfluchten Mahom entriſſen!

Wohlgefaͤllig ſog Boleslaw den Honig ein, der von den Lippen des Prälaten troff, und als er den Biſchof von Krakow anzuhören be⸗ gehrte, war es, als geſchehe es nur, einmal eingefuͤhrter Ordnung genug zu thun. Anders als ſeines Vorgaͤngers Rede lautete die des frommen Stanislaw, denn ihr Gehalt war fol⸗