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im Pallaſte nicht glauben, daß irgend Jemand jenſeit des Tanais“ ſo unterrichtet ſeyn koͤnne, als ich ihn gefunden, am wenigſten ein König und Sauromat, und doch verbindet er mit dieſer Kenntniß eine Rohheit, die unſern Dok⸗ toren mit derſelben ganz unverträglich duͤnken wuͤrde.— Die Folgen der Erziehung eines ge⸗ lehrten, aber ehrgeizigen Prieſters— warf Jzas⸗ law ein.— Es iſt Etwas in ihm— fuhr Leontios fort— das man verſucht waͤre, ge⸗ wiſſermaßen— wie ſoll ich ſagen— gewiſſer⸗ maßen Groͤße zu nennen, doch ſtrahlt ſie nur hin und wieder hervor, durch ein Gewirr be— ſchraͤnkter Wahnbegriffe, deren bei uns ſich der geringſte Schuͤler der Staatskunſt ſchämen wuͤrde. Der Ehrgeiz iſt ihm nicht fremd; wie anders aber aͤußert ſich am griechiſchen Hofe der Ehrgeiz! Er ſcheint eifrig in ſeinem Glauben, und doch ſind deſſen Lehrer, wie ich be⸗ merkt, oft das Ziel ſeines bittern Scherzes. Man nennt ihn den Gerechten, und doch könnte man glauben, daß die Laune allein ihn beherrſche.— Jzaslaw unterbrach ihn: Ihr zaͤhlt da eine Menge
*Tanais, griechiſcher Name des Don.


