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10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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gigkeit des Ruſſen, theils uͤber des Königs ver⸗ meinte Leichtgläubigkeit, und ein ſcheuer, aber etwas hohniſcher Blick, den er durch die ge⸗ ſenkten Augenlider ſandte, ſchien zu fragen: Das iſt alſo jener gefuͤrchtete Barbarenheld, deſſen Zornwuth ſich urplotzlich legt vor einer einzigen armſeligen Luͤge aus beredtem Grie⸗ chenmunde? Wie leicht iſt es doch, dieſe un⸗ beholfenen Koloſſe zu gängeln!

Der Byzantiner irrte ſich; zwar hatte der Jähzorn des Königs ſich gelegt, doch nicht ſein Mißtrauen, und was er jetzt und in der Folge ſehen ſollte, uͤberzeugte ihn, es erfordere mehr als Wortgepraͤnge, um dieſen Sauroma⸗ ten zu leiten. Hoͤchſt mißfaͤllig hatte Boles⸗ law das Benehmen des Fuͤrſten vermerkt; er ſchaute ihn eine Zeitlang ſtarr und finſter an, dann gab er ein Zeichen, das im Nu alle uͤberfluſſigen Zeugen aus dem Saale hinweg⸗ ſcheuchte, und ſprach polniſch zu den Zuruͤck⸗ gebliebenen: Gute Herren und Freunde; Ihr habt gehort, was Nicephorus der Kaiſer uns vermeldet. Zu einem Bunde ladet er uns ein, unter den Maͤchten des oſtlichen Europa, uns mit aller Macht den immer naͤher dringenden,

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