Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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tet vom Sohne des Hauſes, und man erwar⸗ tete Beide erſt ſpät. In einem geraͤumigen Erkerfenſter ſaß Petrus Nalencz, der Erzbiſchof, vertieft in einige vor ihm liegende Schriften, neben welchen auf demſelben Tiſche ein ſilber⸗ ner vergoldeter Becher ſtand, deſſen Inhalt der leſende Prieſter unterweilen, doch nur in klei⸗ nen Zuͤgen behaglich koſtete.

Der Biſchof von Krakow ging im halblau⸗ ten Geſpräche mit Herrn Severin auf und nieder; die Frauen hatten ſich in ihre Gemaͤcher zuruͤckgezogen. Nach einiger Zeit richtete der Primas den Kopf ein wenig in die Höhe und fragte den Schloßherrn, ob er den Fremden nicht geſehn?— Er iſt nicht daheim, Hoch⸗ wuͤrdigſter— beſchied ihn Severin Strzemie⸗ niec— ich ſah ihn vom Fenſter aus, an der Kirche hingehen in das Feld. Wohl mag Ein⸗ ſamkeit ihm manchmal Noth thun, er hat Vieles erfahren, nur wenig Gutes, und ſcheint ſehr bekuͤmmert und ſorgenvoll. Wahrlich, als ich zu Kijow war vor zwanzig Jahren, da mich der Koͤnig hinſandte nach Jaroslaw's Tode, den Sohn und Nachfolger zu begruͤßen, meinte ich nicht, ihn einſt bei uns zu ſehen auf Zemboein