Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Als die Maͤnner das Waldhäuschen ver⸗ laſſen hatten, naͤherte der greiſe Major domus ſich Olga. Was ſieheſt Du hier?— fragte er ſie muͤrriſch— meineſt Du, Frau, der Herr Landvogt werde es gut heißen, daß Du in ſei⸗ nem Hauſe Sarazenen beherbergſt und Griechen⸗ volk und Zigeuner? Nur fort, Frau Olga, im⸗ mer fort mit Dir; waͤhrend Deine ſaubern Gäſte vor einen Andern treten, wirſt Du Herrn Severin Rechenſchaft ablegen von Deinem Treiben, und, ſo Gott will, wird er endlich gewahr werden, weß Geiſtes Kind Du biſt.— Ohne ihm zu antworten warf das Weib ihm einen verachtenden Blick zu. Es iſt wie ich Dir ſage— fuhr der Alte laut und gebieteriſch fort— Dein Herr gebietet, daß Du mir fol⸗ geſt. Auch wirſt Du dort noch anderes erfah⸗ ren. Wie verwegener Trotz gezuchtigt wird, zum Beiſpiel, und was der Lohn eines Leibeigenen iſt, der ſeine Hand legt an einen Freien und Dienſtmann ſeines jungen gnädigen Herrn.— Drauf erhob Olga das Haupt und fragte ton⸗ lo: Olgierd?— So iſt es, Ungluͤckſelige; der Saame Deiner Boöheit iſt auf ein fruchtbar Land gefallen. Huͤte Dich, daß Du nicht Blut