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nem Wams von Bieberfellen bekleidet, welches bis auf die Hälfte der Schenkel herabging; Jagd⸗ ſtiefeln von rothgegerbter und weicher Buͤffel⸗ haut ſchloſſen ſich hoch uͤber dem Knie an; ein reiches Gewebe orientaliſcher Kunſt, auf deſſen ſilberſtoffenem Grunde bunte phantaſtiſche Blu⸗ men zerſtreut waren, ſchlang ſich unter dem ledernen Gurt, an dem das breite kurze Waid⸗ meſſer hing; ſeine Rechte trug Jägerhorn und Wurfſpieß, die er drauf den demuͤthig nahen⸗ den Dienern uͤbergab, und mit der Linken hielt er eine junge Frau umfaßt, die mit geſenktem Auge, aber ſtill vor ſich hin laͤchelnd, neben ihm herging. Ihr Gewand war von braͤunli⸗ cher Wolle, vorn uͤber einem Bruſtſtuͤck von ſchwarzem ſeidenen Stoff mit wollenen Schnuͤ⸗ ren zuſammengezogen, die an ſilbernen Heften befeſtigt waren. Das blonde Haar in Zöpfe geflochten, wand ſich theils um ihr Haupt, theils fiel es tief uͤber den Rucken hinunter, und nur zwei dichte Locken wiegten ſich auf ihren Schultern; ein einfacher, nicht gefalteter Kragen offnete ſich hart unter dem lieblichen Oval ihres Geſichtes, ſo daß man nur eben die ſchwere goldne Kette gewahrte, die ihren *


