Teil eines Werkes 
10. Band, Olgierd und Olga, oder Polen im eilften Jahrhundert : 1. Theil (1828) Polen im eilften Jahrhundert
Entstehung
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Rufen den hochbeladenen Wagen umringten, auf welchem unter gruͤnen Tannenreiſern das be⸗ ſchweißte Wild aufgehäuft lag. Wer doch ein Thor wäre, willſt Du ſagen; unterbrach der Großvater ſeine Entzuͤckung. Wahre Dich vor dem Teufel des Hochmuths, der in jenen Olgierd gefahren iſt; biſt Du auch beſſer geboren, alser, und ein Freier, ſo iſt es doch noch weit von dem Sohn des Rottmeiſters bis zum gebietenden Herrn. Waͤr' ich der Erſte auch nicht; meinte Georg: der aus der Niedrigkeit zu hohen Ehren gelangt waͤre, und warlich Groß⸗ vater, manchmal ſcheint es mir, als ſei ich zu was Anderm beſtimmt, als die Aufſicht zu ha⸗ ben uͤber Speiſekammer und Keller und ich denke, ich mochte den Säbel ſo gut ſchwingen uͤber dem Haupte des Feindes, als den Kant⸗ ſchuh auf dem Ruͤcken der Leibeigenen.

Da ſah ihn der Großvater lachend an und ſprach: Dir ſcheint es? Wem häͤtte es nicht auch alſo geſchienen in Deinen Jahren? Auch ich hatte, da ich jung war, ſolche Grillen im Kopfe; doch muß man ſich deren entſchlagen, damit man nicht unzufrieden werde mit dem beſcheideneren Theile, das uns zugefallen. Aber