Teil eines Werkes 
4. Band, Hippolyt Boratynski : 4. Theil (1826)
Entstehung
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Koͤnigin Mutter. Schnell gefaßt, mit ſtrengens Blick und Ton redete ſie ihn an: Ihr habt Uns ſehr lange auf die Mittheilung har⸗ ren laſſen, Hauptmann, mit welcher ihr wahr⸗ ſcheinlich beauftragt ſeyd. Es ziemt ſich nicht, daß die koͤnigliche Mutter das, was ihrem Her⸗ zen ſo wichtig iſt, gleich dem Geringſten im Volke erfahre durch jene laute Stimmen, die der Gebrauch zu Verkuͤndigern des Erfreulichen beſtellt hat. Habt Ihr Euch demnach einer Vernachlaͤſſigung deſſen zu Schulden kommen laſſen, was Uns gebuͤhrt nach Unſerm Rang und muͤtterlicher Wuͤrde, ſo ſeyd der ſtrengſten Ahndung gewaͤrtig. Jetzt entledigt Euch Eures Berichts. Hippolyt vernahm die ſtrafende Rede ohne Betroffenheit, und begann in langſamen gemeſſenem Tone, gleich als wie⸗ derhole er mit Genauigkeit Worte, die ihm vorgeſagt worden: Als der allerdurchlauchtigſte Herr Siegmund U. Auguſtus, Koͤnig von Po⸗ len und littauiſcher Großfuͤrſt, mich Hippolyt Boratynski, Staroſten zu Samborz, einen der Hauptleute ſeiner Leibwacht, der Ehre gewuͤrdi⸗ get, Ueberbringer einer freudenvollen Zeitung zu ſeyn, ſprach er alſo zu mir: Eilet nach