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keit ihres Anhanges laͤhmte, durch die Furcht in haͤuslicher Verwirrung und Uneinigkeit dem Jagiellvniſchen Geſchlecht eine Krone zu ver⸗ ſcherzen, welche mehr als die Haͤlfte der Na⸗ tion geneigt war dem geachteten Mann außzu⸗ ſetzen, welcher ſich ſcheinbar um ſie bewarb. Es war ein mißlicher Standpunkt, den ſich der Feldherr gewaͤhlt, und ſein Verfahren mancher Deutung unterworfen; auch hat es an ſolchen nicht gemangelt, und die Darſteller der Ge⸗ ſchichte jener Tage, ob ſie wohl ſeiner hohen Gaben nicht vergeſſen und der Dienſte, die er dem PVaterlande geleiſtet, ſprachen ihn nicht alle von einem Begehren frei, das in einem ariſtokratiſchen Wahlreiche wohl oft einen Maͤch⸗ tigen anwandelte, und ihm ſogar nicht zu ſon⸗ derlichem Vorwurf gereichte. Der Mailaͤnde⸗ rin boͤſer Wille war gefeſſelt, ſie wagte nicht weiter vorzuſchreiben, damit ſie nicht ſelbſt auch den Augenblick beſchleunige, dem, wie ſie glaub⸗ te, der Kaſtellan von Krakow mit Ungeduld entgegen ſah, den Augenblick, den der unvor⸗ ſichtige Eifer ihrer Genoſſen beinahe ſchon auf dem Reichstage zu Piotrkow im vergangenen Jahr herbeigefuͤhrt haͤtte, den, welchen Johan⸗
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